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SCHISANDRA-ARTEN

Die Gattung Schisandra bildet zusammen mit der Gattung Kadzura die Familie der Schisandraceen. Die Gattung Schisandra umfaßt 26 Arten, die mit einer Ausnahme, der in Nordamerika vorkommenden Schisandra coccinea Michx.f., alle aus Ost- und Südost-Asien stammen. Darunter:
S. chinensis (Turcz.) Baill.
S. glaucescens Diels
S. grandiflora (Wall.) Hook f. & Thoms
S. henryi C.B.Clark
S. propinqua (Wall.) Baill.
S. repanda (S.&Z.) Radkl.
S. rubriflora (Franch.) Rehd.&Wils.
S. sphaerandra Stapf
S. sphenanthera Rehd. & Wils.

Schisandra chinensis ist winterhart und hat ein vergleichsweise nördliches Verbreitungsgebiet (Hokkaido und Nord-Honshu in Japan, Amur-Ussuri-Gebiet, Sachalin und Kurilen in Russland, Sichuan und Yunnan in China, sowie nördliches Korea). In Russland werden Schisandra-Blätter als Tee ("Limonik") verwandt, die roten, Johannisbeeren ähnlichen Früchte als Obst,  in Gebäck und als Grundlage für Liköre und alkoholfreie Getränke. Der Fruchtgeschmack ist sehr charakteristisch,  nach Ansicht der Chinesen ist er bitter, sauer, süß, scharf und salzig zugleich, weshalb sie die Frucht "Wu-Wie-Tsu" ("Fünf-Geschmacks-Frucht") nennen (ALBRECHT, 1998).

In China steht allerdings. ebenso wie in Japan der medizinsche Effekt der Frucht im Vordergrund, der auf Inhaltsstoffe der Samen, die Schisandrine zurückgehen soll. Schisandrine haben eine Dibenzo-Cyclo-Octen-Grundgerüst, sie sind die typischen Inhaltsstoffe der Schisandra-chinensis-Samen..

In China ist eine andere Art, Schisandra spenanthera weiter verbreitet, deren Samen wie die von S. chinensis gleichfalls extrahiert werden. Charakteristische Inhaltsstoffe von S. spenanthera sind die Schisantherine, die ähnlich wie die Schisandrine wirken (TANG & EISENBRAND, 1992).

Literatur

ALBRECHT, H.J., 1998: Schisandra chinensis, ein interessantes Klettergehölz aus Ostasian. Ginkgo-Blätter. Kurzmitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, April 1998, 10-15
TANG & EISENBRAND, 1992: Chinese Drugs of Plant Origin. Schisandra chinensis (Turcz.) Baill., Springer, Berlin, 911-917



 
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